
Die Wahl der richtigen Carport-Größe ist entscheidend, denn ein Fehler hier kann im Alltag schnell zu Frust führen. Ein zu eng bemessener Unterstand erschwert das Ein- und Aussteigen, während ein überdimensionierter Bau unnötig teuer ist. Es geht um mehr als nur die Maße Ihres aktuellen Autos – dieser Ratgeber hilft Ihnen, die perfekte Größe für Ihre Bedürfnisse zu finden.
Die richtigen Maße für Ihren Carport berechnen
Die Wahl der richtigen Carport-Größe ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Planung. Ein zu kleines Modell wird schnell zum täglichen Ärgernis, während ein überdimensionierter Bau teuer ist und wertvollen Platz verschwendet. Es geht nicht nur darum, Ihr aktuelles Fahrzeug unterzustellen, sondern auch um Komfort, zukünftige Anschaffungen und zusätzlichen Stauraum. Wer hier sorgfältig plant, erspart sich späteren Ärger und stellt sicher, dass der neue Carport perfekt zu den eigenen Bedürfnissen passt.
Entscheidend sind jedoch Ihre individuellen Anforderungen – von der Autogröße bis zu den Bauvorschriften.
Carport Maße für einen PKW (Einzelcarport)
Bei der Planung eines Carports für ein einzelnes Fahrzeug sind die Standardmaße ein guter Ausgangspunkt. Diese Maße gewährleisten nicht nur einen sicheren Stellplatz für Ihr Auto, sondern auch den nötigen Komfort bei der täglichen Nutzung. Ein zu knapp bemessener Carport kann schnell zu Dellen in der Autotür oder zu umständlichen Parkmanövern führen.
Für einen Einzelcarport haben sich folgende Maße als ideal erwiesen:
- Breite: mindestens 2,5 Meter, empfohlen werden jedoch 3 Meter. Diese zusätzliche Breite ermöglicht ein bequemes Öffnen der Autotüren auf beiden Seiten, ohne die Pfosten zu berühren – ein großer Vorteil, wenn Sie Kinder auf dem Rücksitz haben oder Einkäufe ausladen.
- Länge: zwischen 5 und 6 Metern. Selbst wenn Ihr aktuelles Auto deutlich kürzer ist, bietet diese Länge genügend Puffer zum Ein- und Ausparken.
- Höhe: eine Durchfahrtshöhe von mindestens 2,10 bis 2,20 Metern ist für die meisten gängigen PKW-Modelle ausreichend. Planen Sie jedoch, eine Dachbox zu nutzen oder besitzen Sie einen Kleinbus, sollten Sie eine größere Höhe einplanen.
Ein Standard-Einzelcarport deckt somit eine Grundfläche von etwa 15 bis 20 m² ab. Diese Dimensionen bieten eine gute Balance zwischen Platzbedarf und Funktionalität, der sich für die meisten Nutzer bewährt hat.
Carport Maße für zwei PKWs (Doppelcarport)
Benötigen zwei Fahrzeuge einen geschützten Stellplatz, ist der Doppelcarport die ideale Lösung. Während die Überlegungen zu Länge und Höhe denen des Einzelcarports ähneln, kommt es vor allem auf die Breite an. Sie ist der entscheidende Faktor für den täglichen Komfort, denn es reicht nicht, die Maße einfach zu verdoppeln – der Platz zwischen den Fahrzeugen zum bequemen Ein- und Aussteigen muss ebenfalls eingeplant werden.
Für einen funktionalen und komfortablen Doppelcarport sollten Sie folgende Maße einplanen:
- Breite: mindestens 5,50 Meter, idealerweise jedoch 6 Meter. Diese Breite stellt sicher, dass zwei durchschnittliche PKWs bequem nebeneinander parken und alle Türen vollständig geöffnet werden können, ohne an die Pfosten oder das andere Fahrzeug anzustoßen. Als Faustregel gilt: Rechnen Sie zur Breite beider Fahrzeuge mindestens 80 cm bis 1 Meter hinzu.
- Länge: wie beim Einzelcarport sind 5 bis 6 Meter empfehlenswert. Diese Tiefe bietet ausreichend Puffer beim Einparken, wodurch auch längere Kombis oder Limousinen vollständig überdacht sind.
- Höhe: die Durchfahrtshöhe sollte auch hier mindestens 2,10 bis 2,20 Meter betragen. Besitzen Sie größere Fahrzeuge wie SUVs oder Vans, sollten Sie eine entsprechend größere Höhe wählen, um auch Platz für eventuelle Dachboxen zu haben.
Ein Doppelcarport dieser Größe deckt eine Fläche von 30 bis 36 m² ab und bietet damit nicht nur Schutz für zwei Fahrzeuge, sondern auch praktischen Stauraum für Fahrräder, Mülltonnen oder Gartengeräte.
Die richtige Höhe für Ihren Carport wählen
Neben der Grundfläche ist die Höhe eine entscheidende, aber oft vernachlässigte Dimension bei der Carport-Planung. Sie bestimmt nicht nur, ob Ihr aktuelles Fahrzeug bequem Platz findet, sondern auch, wie flexibel Sie in Zukunft sind. Eine zu niedrige Durchfahrtshöhe kann schnell zum Ärgernis werden, sei es durch eine neue Dachbox oder den Kauf eines größeren Fahrzeugs.
Ausgangspunkt ist die Höhe Ihres aktuellen Fahrzeugs – und hier gibt es große Unterschiede: Ein moderner SUV ist deutlich höher als eine klassische Limousine. Denken Sie aber vorausschauend und planen Sie einen Puffer für eine eventuelle Dachbox oder den nächsten, vielleicht größeren Wagen ein. Als Faustregel gilt: zur maximalen Fahrzeughöhe (inklusive Dachträger) mindestens 20 bis 30 cm hinzuzurechnen. So können Sie jederzeit bequem und sorgenfrei einfahren.
Eine lichte Durchfahrtshöhe von 2,10 Metern gilt als absolutes Minimum für die meisten PKWs. Für mehr Zukunftssicherheit empfiehlt sich eine Durchfahrtshöhe von mindestens 2,30 bis 2,50 Metern wählen. Diese zusätzliche Höhe bietet nicht nur Platz für größere Fahrzeuge wie Wohnmobile oder Transporter, sondern sorgt auch für ein großzügigeres Raumgefühl und eine bessere Luftzirkulation, was das Trocknen des Fahrzeugs beschleunigt.
Bevor Sie sich jedoch für eine finale Höhe entscheiden, ist ein Blick in die lokalen Bauvorschriften unerlässlich. Der Bebauungsplan Ihrer Gemeinde kann nämlich eine maximale Bauhöhe für Carports oder andere Nebengebäude vorschreiben, die sogar die Positionierung auf dem Grundstück beeinflusst. Eine kurze Anfrage beim zuständigen Bauamt klärt diese Fragen schnell und verhindert so kostspielige Planungsfehler.
Zusätzlicher Platz im Carport - ist er notwendig?
Doch ein Carport kann oft mehr als das.
Eine vorausschauende Planung erspart spätere Platzprobleme.
Planen Sie den Platzbedarf für einen solchen Raum also von Anfang an mit ein.
Bauvorschriften und Genehmigungen für Carports
Bevor der erste Spatenstich für Ihren neuen Carport erfolgt, ist ein Schritt entscheidend: die Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Denn die ideale Größe Ihres Carports hängt nicht nur von Ihren Wünschen ab, sondern wird maßgeblich von lokalen Bauvorschriften bestimmt. Je nach Bundesland, Gemeinde und geplanter Größe kann dafür eine Baugenehmigung erforderlich sein.
Am sichersten ist es, sich vorab beim zuständigen Bauamt über die spezifischen Anforderungen an Ihrem Wohnort zu informieren.
Selbst wenn Ihr Carport unter die sogenannte Verfahrensfreiheit fällt und keine formelle Baugenehmigung benötigt, bedeutet das nicht, dass Sie völlig frei von Regeln sind. Auch bei genehmigungsfreien Bauten müssen Sie dennoch bestimmte Vorschriften einhalten. Dazu gehören unter anderem:
- Abstandsflächen: Einhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Abstands zum Nachbargrundstück.
- Brandschutz: Berücksichtigung der landesspezifischen Brandschutzvorschriften.
- maximale Höhe: Einhaltung möglicher Obergrenzen für die Wandhöhe.
- Bebauungsplan (B-Plan): Beachtung von Vorgaben zur offenen Bauweise, um eine Umfunktionierung zur Garage zu verhindern.
Eine frühzeitige Klärung dieser Punkte erspart Ihnen nicht nur teure Fehlplanungen, sondern auch Ärger mit Behörden oder Nachbarn. Klären Sie daher alle baurechtlichen Fragen, bevor Sie sich für ein bestimmtes Modell und die finalen Maße entscheiden.



